Finanzielle Hilfe für den Handwerksbetrieb - was ist damit gemeint?

Suchtprobleme im Betrieb sind immer auch ein Kostenfaktor. Die betriebswirtschaftlichen Folgen des Alkoholmißbrauchs lassen sich dabei in etwa abschätzen:
Ca. fünf Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung soll behandlungsbedürftig alkoholkrank sein. Etwa 25 Prozent der Betriebs- und Wegeunfälle geschehen alkoholbedingt. Die Fehltage von Alkoholkranken sind zweifelsohne höher als die der "durchschnittlichen" Arbeitnehmer. Was alleine ein Fehltag seinem Handwerksbetrieb kostet, kann sich jeder Betriebsinhaber schnell selbst ausrechnen. In diese Rechnung einbezogen werden muß, daß ein Alkoholkranker etwa 25 Prozent weniger an Arbeitsleistung erbringt - und dies oft über Jahre.
Kosten durch Ausfall alkoholkranker Mitarbeiter
Sie sehen, auch die betriebswirtschaftlichen Argumente sollten nicht außer acht gelassen werden. Ein in die Handwerksrolle eingetragener Betrieb, der Mitglied im Handwerker-Fonds Suchtkrankheit e.V. ist, erhält von diesem kostenfreie Beratungsmöglichkeiten, dabei werden die betrieblichen Belange einbezogen. Der Fonds erstattet seinen in die Handwerksrolle eingetragenen Mitgliedern bis zu 25% der geleisteten Lohnfortzahlung bei ambulanter und/oder stationärer Therapie und übernimmt die Lohnausfallkosten für die erste Beratung.
Wir meinen, soziale Verantwortung und betriebswirtschaftliche Vernunft lassen sich in Übereinstimmung bringen.